Der große Kaske reitet wieder.

Zum Höhepunkt der Faschingssaison tut AK-Präsident Kaske so, als wäre er Robin Hood und fordert die gesetzliche Beschränkung der Mietpreise. Begründung: Die Mieten seien stärker gestiegen als die Einkommen.

Bravo, Herr Kaske, das haben Sie ja schnell überrissen: Die Menschen – oder von Ihnen ja so gerne „die kleinen Leute“ genannt – verdienen nicht mehr genug, um sich ordentliches Wohnen leisten zu können. Nur leider zäumen Sie das Pferd von hinten auf. Es liegt nämlich nicht an überteuerten Mieten, sondern daran, dass der Staat den Menschen zu viel von ihrem Einkommen wegnimmt.

Den großen Retter zu spielen und auf postkommunistische Weise den Menschen Vergünstigungen durch Beschränkung des freien Marktes zu versprechen, das kann jeder, der dumm genug dafür ist. Ich mache Ihnen einen anderen Vorschlag: Sparen wir beim Staat und lassen wir den Steuerzahlern dafür mehr von ihrem Einkommen – dann können diese sich auch das Wohnen wieder leisten, ganz ohne künstliche und wachstumshemmende Mietenbeschränkung.

Wie das gehen soll? Schauen Sie sich übers Wochenende einmal die knapp 600 Vorschläge des Rechnungshofes an, da steht schon einiges drin. Sie könnten auch bei der Kammer der Wirtschaftstreuhänder nachfragen, die sehr deutlich gezeigt hat, wie die Regierung durch einfache Maßnahmen die Steuerlast reduzieren könnte. Das sind Maßnahmen, die niemanden schädigen, außer den fetten Verwaltungsapparat, den wir alle mit unserem Steuergeld mitfinanzieren.

Zum Beispiel: „Die Harmonisierung von Sozialversicherungs- und Lohnsteuerbemessungsgrundlage, die vereinheitlichte Einhebung von Lohnsteuer und Sozialversicherung, die Senkung der Lohnnebenkosten, die Zusammenlegung von Sozialversicherungsträgern und ein neuer Tarif, der kleinere und mittlere Einkommen entlastet. Diese Maßnahmen könnten eine Steuerentlastung von 1,5 Milliarden Euro und mehr Wirtschaftswachstum bringen.“

1,5 Milliarden – das ist schon was. Da können einige „kleine Leute“ wieder schöner wohnen. Nebenbei gefragt: Zählen Sie sich eigentlich auch zu den „kleinen Leuten“, oder finden Sie eher, Sie seien ein ganz ein Großer? Ich fürchte die Antwort erübrigt sich.

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