400 Millionen, die sich lohnen?

Die Ex-Vorstände des Skylink am Flughafen Schwechat wurde also alle freigesprochen. „Überraschend“, wie es aus Expertenkreisen heißt. Die Staatsanwaltschaft sieht keinen Grund, gegen Spitzenmanager gerichtlich vorzugehen, die eine Kostenüberschreitung von rund 400 Millionen Euro zu verantworten haben – die Kosten, die durch die um Jahre verspätete Eröffnung entstanden sind, noch gar nicht eingerechnet.

In den Gesamtkosten von rund 800 Millionen Euro sind auch „Konsulentenhonorare“ in der Höhe von 135 Millionen Euro enthalten. Darüber hinaus erhielt der Ex-Flughafenvorstand Christian Domany und Generalsekretär der WKO, von Februar bis September 2009 ein arbeitsloses Einkommen in der Höhe von 148.050 Euro.

Wir resümieren: Das Projekt verschlang 400 Millionen Euro zuviel, darunter 135 Millionen für „Konsulenten“. Wie der Rest der Kostenüberschreitung entstand, wurde noch nicht geklärt. Dazu kommen 148.050 für einen Ex-Vorstand zwischen dessen Ausscheiden und dem Ende seines Vertrages. Gegenleistung musste er dafür keine erbringen. Dieser Ex-Vorstand ist ein hoher Funktionär der ÖVP-dominierten WKO. Die anderen Ex-Manager haben enge Naheverhältnisse zum Land Niederösterreich bzw. zur Stadt Wien. Beide Gemeinden sind schwer verschuldet und verfügen über enorme Verwaltungsapparate, die entsprechende Kosten verschlingen. Die ÖVP hat seit der Telekom-Affäre reichlich Erfahrung mit dem Thema verdeckte Parteienfinanzierung.

Ein Schelm, wer dabei Böses denkt.

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